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15. Oktober 2020
Cluster C – Blog

Vier Jahre PP05 – Ein Projekt(abschluss)bericht

Mit Auslaufen der ersten Projektphase des SFB „Deutsch in Österreich: Variation – Kontakt – Perzeption“ wurde Ende 2019 auch eines der beiden Teilprojekte aus dem sich mit Sprachkontakt beschäftigenden Task-Cluster C abgeschlossen: PP05 untersuchte unter der Leitung von Stefan Michael Newerkla seinem Titel entsprechend die (sprachenpolitische) Dimension des Deutschen „im Kontext mit anderen Sprachen im Habsburgerreich (19. Jahrhundert) und in der Zweiten Republik Österreich“. Ziel des Teilprojekts war es, ein Verständnis von Deutsch in Österreich im Kontext der historischen Mehrsprachigkeit in der Habsburgermonarchie sowie ihrer sprachenpolitischen Stellung in der Zweiten Republik Österreich herauszuarbeiten. Daraus ergibt sich eine der Grundannahmen von PP05, nämlich, dass die historische Mehrsprachigkeit Auswirkungen auf den Umgang mit Mehrsprachigkeit in der Gegenwart hat(te) (vgl. Abb. 1 sowie Kim/Prochazka 2019).

 

Dieser Blogbeitrag gibt einen inhaltsorientierten Projektbericht über unsere Tätigkeit in PP05 zwischen 2016 und 2019. Für alle, die mehr wissen wollen, befindet sich im Anhang außerdem ein Publikationsverzeichnis, das alle Veröffentlichungen enthält, die im Rahmen von PP05 entstanden sind.

Wo beginnen?

Wenn man heute in Österreich Menschen zur historischen Mehrsprachigkeit in der Habsburgermonarchie fragt, erhält man je nach Region verschiedene Antworten: Im Burgenland, das ja Teil der ungarischen Reichshälfte war, wird von den ungarischen Schulen berichtet, in Wien und Niederösterreich von Migration aus den tschechischsprachigen Gebieten der Monarchie. In der Steiermark und Kärnten wirken die Konflikte rund um die Stellung des Slowenischen in den Institutionen nach, in Tirol die Erinnerung daran, dass es, solange Südtirol zu Österreich gehörte, auch eine italienischsprachige Minderheit gab, die ihre Rechte einforderte.1

Dazu kommt, dass die Habsburgermonarchie weitaus größer war als das heutige Österreich. Außerdem bestand sie ab 1867 aus zwei Teilstaaten mit unterschiedlichen Verfassungen und gegensätzlichen sprachenpolitischen Grundlinien. Während das Königreich Ungarn (als Teil von „Transleithanien“) nur Ungarisch als Staatssprache anerkannte, waren in den „im Reichsrat vertretenen Königreichen und Ländern“ („Cisleithanien“) mehrere Sprachen landesüblich und damit – zumindest theoretisch – gesetzlich gleichgestellt. Diese österreichische Reichshälfte war also ähnlich wie die Republik Österreich in vielen Bereichen föderalistisch organisiert. Zu diesen zählten sprachenpolitisch relevante Bereiche wie die Schulpolitik. Das Deutsche war jedoch in allen Kronländern in der einen oder anderen Form und oft als Hegemonialsprache präsent.

Wo also beginnen im Versuch, die Kontinuitäten und Brüche nachzuzeichnen, die zwischen der Habsburgermonarchie und dem heutigen Österreich in Bezug auf die sprachenpolitische Stellung des Deutschen (der „eigenen Sprache“) und anderen, „fremden“ Sprachen bestehen? Einer solchen Vielfalt kann man sich nur in Beispielstudien nähern, und so versuchten wir in PP05, einerseits diesbezügliche Lücken zu schließen und andererseits auch für den von PP06 näher untersuchten Raum Wien wichtige Hintergrundinformationen bereitzustellen. So haben wir uns für die folgenden drei Beispielräume entschieden:

 

Gesellschaftliche Mehrsprachigkeit in Niederösterreich

Das ländliche Niederösterreich2 wird gerne als einsprachig gesehen. Tatsächlich war es eines der (Kron-)Länder, in dem in der späten Habsburgermonarchie und in der Zwischenkriegszeit intensive (sprachen-)politische Anstrengungen unternommen wurden, um es einsprachig zu machen.

Unsere Studien konnten zeigen, dass Niederösterreich bis in die Zwischenkriegszeit von gesellschaftlicher Mehrsprachigkeit geprägt war (vgl. Kim 2019). Dabei lassen sich zwei geschichtliche Ebenen unterscheiden: Zunächst gab es an den nordöstlichen und nordwestlichen Grenzen zu Mähren (in der Gegend um Feldsberg/Valtice) bzw. Böhmen (in der Gegend um Gmünd und České Velenice) autochthone tschechischsprachige Dörfer. Die meisten dieser Dörfer wurden nach dem Friedensvertrag von Saint-Germain-en-Laye 1920 an die 1. Tschechoslowakische Republik abgetreten. Außerdem wurden bis ins 20. Jahrhundert hinein im Marchfeld auch (burgenland-)kroatische (čakavische) Dialekte gesprochen. In ihrer Diplomarbeit konnte Agnes Kim nachweisen, dass dieser historische Sprachkontakt auch Auswirkungen auf die in der Region gesprochenen deutschen Dialekte hatte.

Die zweite Ebene ist eine, die stärker mit wirtschaftlichen Faktoren zusammenhängt: Sowohl in der niederösterreichischen Landwirtschaft als auch in der im Wiener Becken konzentrierten Industrie wurden Arbeitskräfte benötigt. Viele dieser Arbeitskräfte kamen aus tschechischsprachigen Bezirken in Mährens und – in etwas geringerem Ausmaß – auch in Böhmens, teilweise aber auch aus den angrenzenden slowakisch-, ungarisch- oder (burgenland‑)kroatischsprachigen Gegenden der ungarischen Reichshälfte. Besonders in der (grenznahen) Landwirtschaft war diese Migration oft zyklisch und auf die Erntesaison beschränkt. Gerade das führte aber dazu, dass sich die deutschsprachige, bäuerliche Bevölkerung auch Grundkenntnisse der anderen Sprachen aneigneten, um mit den Arbeitern kommunizieren zu können. Aus Mähren migrierten ab den 1890er Jahren auch ganze bäuerliche Familien ins Mostviertel, wo sie sich dauerhaft ansiedelten und sprachlich rasch assimilierten.

Publikationen: Kim 2019, Prochazka/Breuer/Kim 2019, Kim 2020, Kim i. Druck

Mehrsprachigkeit im Schulsystem in Südmähren

Mähren tritt im Kontext Niederösterreichs und Wiens wiederholt als das überwiegende Herkunftsgebiet von Migrantinnen und Migranten hervor. Doch auch Mähren selbst war von deutsch-tschechischer Zweisprachigkeit geprägt. In Südmähren gab es sowohl mehrheitlich deutsch- als auch mehrheitlich tschechischsprachige Dörfer; von einer eindeutigen Sprachgrenze zwischen diesen Gebieten kann jedoch lange Zeit nicht gesprochen werden. Vielmehr ist davon auszugehen, dass in zahlreichen Dörfern beide Sprachen präsent waren und von der Bevölkerung ungesteuert, im täglichen Austausch miteinander erworben wurden.

Diese „natürliche“ gesellschaftliche Mehrsprachigkeit wurde am Ende des 19. Jahrhunderts durch die „Nationalisierung“ der Gesellschaft immer weiter in den Hintergrund gedrängt. Dabei spielte das Schulwesen eine entscheidende Rolle. Auf allen Ebenen, von den Volksschulen bis zu den Gymnasien, lässt sich nach 1867 eine immer weiterreichende Segregation der sprachlich definierten Ethnien beobachten: „Deutsche“ Kinder sollten deutsche Schulen besuchen, „tschechische“ Kinder tschechische. Insbesondere frühe zweisprachige Erziehung in Kindergärten und Volksschulen, aber auch in der Familie wurde von den lokalen Behörden mit Unterstützung von nationalen Vereinen gezielt unterbunden.

Während diese gesellschaftlich verankerte, lebensweltlich erworbene Mehrsprachigkeit zurückging, nahm die individuelle Mehrsprachigkeit in der lokalen Elite zu. Deren Spracherwerb der jeweils anderen Landessprache erfolgte jedoch gesteuert, also im schulischen Sprachunterricht. Bestimmte sprachenpolitische Maßnahmen wie z. B. die Taaffe-Stremayerschen oder die Badenischen Sprachenverordnungen von 1880 bzw. 1897 sowie der Mährische Ausgleich 1905 dürften das Interesse am Tschechischunterricht bei Deutschsprachigen erhöht haben. Im Nachklang dieser Maßnahmen, die den Wert von Tschechischkenntnissen für eine Karriere in der (Landes-)Verwaltung erhöhten, stiegen auch die Anteile der deutschsprachigen Gymnasiasten in Südmähren, die Tschechisch erlernten. Dies konnte Maria Schinko in ihren beiden Masterarbeiten eindrucksvoll herausarbeiten.

Publikationen: Kim 2018, Kim/Newerkla 2018, Kim/Prochazka 2019, Schinko/Kim/Engleder 2019, Schinko 2019a, Schinko 2019b, Schinko 2020

Sprachwechsel in Südkärnten im Vergleich zu Südungarn

Der dritte Raum, mit dem sich PP05 auseinandersetzte, war Südkärnten. In ihrem Blogbeitrag hat Katharina Prochazka bereits vor einem Jahr berichtet, wie sie sich mit einer Konzeption aus der Physik (Diffusion) und mathematischen Methoden (mathematische Modellierung) ihrer Forschungsfrage in Bezug auf Südkärnten genähert hat: Welche Faktoren wirkten sich wie auf den Sprachwechsel von Slowenisch zu Deutsch, der sich in Südkärnten im Untersuchungszeitraum (1880–2001) vollzogen hat, aus? Zur Methodik muss hier also nichts hinzugefügt werden.

Dafür verdienen die Ergebnisse von Katharina Prochazkas Dissertation besondere Aufmerksamkeit: Es stellte sich heraus, dass die Möglichkeit zur slowenischen Interaktion der wichtigste Faktor für den Erhalt des Slowenischen in Kärnten war. Lebten in demselben Ort, aber auch in den umgebenden Orten viele Slowenischsprachige, war die Wahrscheinlichkeit höher, dass Slowenisch weitergegeben wurde. Interessanterweise hatten in der Habsburgermonarchie slowenisch-deutsch zweisprachige, sogenannte „utraquistische“ Schulen einen leicht negativen Effekt auf den Spracherhalt des Slowenischen. Vor dem Hintergrund, dass dieser Schultyp bewusst zur Germanisierung der Bevölkerung eingesetzt wurde, verwundert dies nicht, sondern belegt vielmehr die sprachenpolitische Wirksamkeit solcher Maßnahmen. In der Habsburgermonarchie wurde das Slowenische in den Städten Klagenfurt und Villach außerdem schneller aufgegeben als in den ländlichen Gebieten. In der Zweiten Republik kehrte sich diese Tendenz um. Insbesondere in Klagenfurt stieg sowohl die absolute Zahl der Slowenischsprachigen als auch ihr prozentueller Anteil an der Gesamtbevölkerung.

Das mathematische Modell, mit Hilfe dessen Sprachwechsel in Kärnten beschrieben werden konnte, funktioniert für ein Vergleichsgebiet, die Komitate Tolna (Tolnau) und Baranya (Branau) in Südungarn jedoch nicht. Dort müssten andere Faktoren wie – wahrscheinlich – Migration und Mobilität mitberücksichtigt werden. Doch auch dieses Ergebnis ist sehr wertvoll, denn es zeigt, dass die Auswirkungen von Mehrsprachigkeit immer stark von den lokalen Gegebenheiten und Entwicklungen abhängig waren – egal, ob es sich bei ihnen um Sprachwechsel (also dass Menschen aufhören, eine bestimmte Sprache zu sprechen und stattdessen eine andere wählen) oder Sprachwandel (also die Veränderung des Wortschatzes, der Aussprache oder der Grammatik einer bestimmten Sprache) handelt.

Publikationen: Prochazka/Vogl 2017, Prochazka/Vogl 2018, Prochazka 2018, Prochazka 2019a, Prochazka 2019b

Wo enden?

Das ist wohl eine zentrale Erkenntnis dieser vier Jahre Arbeit in PP05: Der Umgang mit Mehrsprachigkeit ist stark an die lokalen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Bedingungen gebunden. Generalisierungen sind also kaum möglich, sofern nicht verschiedenste Kontaktsituationen systematisch und mit vergleichbaren Mitteln einander gegenübergestellt werden. Dies ist nun ein Desiderat für weitere Forschungsprojekte.

Abgesehen davon konnte PP05 dazu beitragen, vergessene Mehrsprachigkeit sichtbar zu machen. Für die breitere Öffentlichkeit ist etwa in Kooperation mit Katharina Tyran vom Institut für Slawistik der Universität Wien die (Online-)Posterausstellung zur historischen Mehrsprachigkeit in Österreich erarbeitet worden. Diese zielt darauf ab, auf Aspekte von historischem Sprachkontakt in Österreich aufmerksam zu machen, die weniger im öffentlichen Fokus stehen.

Ein Teil von PP05 wird den SFB „Deutsch in Österreich: Variation – Kontakt – Perzeption“ auch noch weiter begleiten. In MiÖ-STAT, einem Modul des Informationssystems zur (historischen) Mehrsprachigkeit in Österreich, das bereits in einem Blogbeitrag vorgestellt wurde, werden am Ende der Gesamtprojektlaufzeit (2023) die Forschungsdaten von PP05 frei zur Verfügung gestellt und dazu beitragen, dass auch dieses Teilprojekt noch über sein Ende hinaus nicht nur in seinen zahlreichen Publikationen fortlebt, sondern auch inhaltlich fortgeführt werden kann.


1 Diese Eindrücke wurden aus der Voranalyse der Fragen zur historischen Mehrsprachigkeit in Österreich gewonnen, die im Rahmen der von PP03, PP04 und PP08 geführten Interviews gestellt wurden.

2 Bis 1920 war Wien Teil Niederösterreichs. Hier beziehen wir uns allerdings nur auf das heutige Niederösterreich, also auf seine primär ländlich geprägten Teile.

Ein kleines Glossar

autochthon: Das Adjektiv autochthon (von griechisch autós ‚selbst‘ und chthōn ‚Erde‘) bedeutet ‚bodenständig, eingeboren, alteingesessen‘. Im Kontext der österreichischen Sprachenpolitik ist es relevant, da die anerkannten Volksgruppen (Kärntner Sloweninnen und Slowenen, Burgenlandkroatinnen und -kroaten, Ungarinnen und Ungarn, Roma und Sinti, Tschechinnen und Tschechen sowie Slowakinnen und Slowaken) auch als autochthone Minderheiten bezeichnet werden. Das Gegenteil ist allochthon (von griechisch állos ‚fremd‘ und chthōn ‚Erde‘), das oft in Bezug auf die sogenannten Migrationssprachen verwendet wird. →DWDS, →Online-Duden, →Wiktionary

Desiderat: Als (Forschungs-)Desiderat (von lateinisch dēsīderāre ‚wünschen, verlangen, vermissen’) wird in der Wissenschaft eine offene Forschungsfrage, also eine Lücke, die es zu füllen gilt, bezeichnet. →DWDS, →Online-Duden, →Wiktionary

Hegemonialsprache: Hegemonialsprachen (aus griechisch hēgemonía ‚Oberbefehl, Herrschaft‘) sind Sprachen, die von den politisch und wirtschaftlich mächtigen Teilen einer Gesellschaft verwendet, gepflegt und unterstützt werden. Das macht sie zu Sprachen, deren Kenntnis für den sozialen Aufstieg des Einzelnen bedeutsam sind. →DWDS, →Online-Duden, →Wiktionary

Wissenschaftliche Publikationen von PP05

Kim, Agnes. 2018. Von ‚rein deutschen‘ Orten und ‚tschechischen Minderheiten‘. Spracheinstellungen und bevölkerungspolitisches Bewusstsein in den Wenkerbögen. In Hannes Philipp, Andrea Ströbel, Bernadette Weber & Johann Wellner (eds.). Deutsch in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. DiMOS-Füllhorn Nr. 3. Beiträge zur 3. Jahrestagung des Forschungszentrums Deutsch in Mittel-, Ost- und Südosteuropa (FZ DiMOS) vom 29. September – 01. Oktober 2016 in Regensburg (Forschungen zur deutschen Sprache in Mittel-, Ost- und Südosteuropa FzDiMOS 6). Regensburg: Universität Regensburg. 275–318. → Link zum Volltext

Kim, Agnes. 2019. Multilingual Lower Austria: Historical Sociolinguistic Investigation on Wenker’s Questionnaires. In Lars Bülow, Ann Kathrin Fischer & Kristina Herbert (eds.). Dimensions of Linguistic Space: Variation – Multilingualism – Conceptualisations / Dimensionen des sprachlichen Raums: Variation – Mehrsprachigkeit – Konzeptualisierung (Schriften zur deutschen Sprache in Österreich 45). Frankfurt am Main et al.: Peter Lang. 187–213. → Link zum Volltext

Kim, Agnes. 2020. Sprache und Gesellschaft im Wandel. Eine historisch-soziolinguistische Untersuchung am Beispiel des Marchfelds (Niederösterreich) im frühen 20. Jahrhundert. Diplomarbeit. Universität Wien.

Kim, Agnes. Im Druck. Historische Mehrsprachigkeit in Österreich. Von kakanischen und/zu österreichischen Lösungen. In: Stadnik, Elena & Edith Petschnigg, (Hgg.). Sprachenvielfalt und Mehrsprachigkeit im Unterricht. Linguistische Beiträge zur sprachlichen Bildung (Schriften der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems 20). Berlin et al.: LIT. → Link zur Reihe

Kim, Agnes & Stefan Michael Newerkla. 2018. Das Paradox der Toleranz. Sprachliche Nationalisierung des Mittelschulwesens in Böhmen und Mähren im langen 19. Jahrhundert. In Jörg Meier & Matthias Weber (eds.). Sprache (Jahrbuch des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa 26). Oldenburg: de Gruyter. 69–98. → Link zum Volltext

Kim, Agnes & Katharina Prochazka. 2019. Slawisch und Deutsch in Österreich. Methodische Ansätze zur Rekonstruktion historischen Sprachkontakts und seiner Einflüsse auf das Deutsche in Österreich. Wiener Slavistisches Jahrbuch Neue Folge 7. 1–27. → Link zum Volltext

Newerkla, Stefan Michael. 2018a. Wie toleranzintendierte Sprachengesetze zur nationalen Segregation führten. Die Aushöhlung des deutschen Schulwesens in Plzeň / Pilsen im langen 19. Jahrhundert. In Hannes Philipp, Andrea Ströbel, Bernadette Weber & Johann Wellner (eds.). Deutsch in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. DiMOS-Füllhorn Nr. 3. Beiträge zur 3. Jahrestagung des Forschungszentrums Deutsch in Mittel-, Ost- und Südosteuropa (FZ DiMOS) vom 29. September – 01. Oktober 2016 in Regensburg (Forschungen zur deutschen Sprache in Mittel-, Ost- und Südosteuropa FzDiMOS 6). Regensburg: Universität Regensburg. 372–397. → Link zum Volltext

Newerkla, Stefan Michael. 2018b. Historical multilingualism in Bohemia during the 19th century. The liberalisation of the language policy and its effects on the situation in Plzeň’s educational system. In Anna Kretschmer, Gerhard Neweklowsky, Stefan Michael Newerkla & Fedor Poljakov (eds.), Mehrheiten ↔ Minderheiten. Sprachlich-kulturelle Identitäten der Slavia im Wandel der Zeit (Philologica Slavica Vindobonensia 4). Berlin et al.: Peter Lang. 213–228. → Link zum Buch

Newerkla, Stefan Michael. 2020. Linguistic areas in Eastern Central Europe as the result of pluridimensional, polycentric convergence phenomena. In Luka Szucsich, Agnes Kim & Uliana Yazhinova (eds.). Areal Convergence in Eastern Central European Languages and Beyond. Wien: Peter Lang. 202–228. → Link zum Buch

Prochazka, Katharina. 2018. Minderheitensprachen zählen! Über Sprachzählungen und Minderheiten(-sprachen). In Wiener Linguistische Gazette 83. 1–26. → Link zum Volltext

Prochazka, Katharina. 2019a. Sprachwechsel in Südkärnten: Quantitative Beschreibung und Modellierung als Diffusionsprozess. In Lars Bülow, Ann Kathrin Fischer & Kristina Herbert (eds.). Dimensions of Linguistic Space: Variation – Multilingualism – Conceptualisations / Dimensionen des sprachlichen Raums: Variation – Mehrsprachigkeit – Konzeptualisierung (Schriften zur deutschen Sprache in Österreich 45). Frankfurt am Main et al.: Peter Lang. 165–186. → Link zum Volltext

Prochazka, Katharina. 2019b. Diffusion modeling of language shift in Austria(-Hungary). Dissertation. Universität Wien. → Link zum Volltext

Prochazka, Katharina & Gero Vogl. 2017. Quantifying the driving factors for language shift in a bilingual region. In PNAS 114(17). 4365–4369. → Link zum Volltext

Prochazka, Katharina & Gero Vogl. 2018. Are languages like atoms? On modelling language spread as a physicist. In Glottotheory 9(1). 77‑88. → Link zum Volltext

Prochazka, Katharina, Ludwig Maximilian Breuer & Agnes Kim. 2019. Conception and development of an open database system on historical multilingualism in Austria. Jazykovedný časopis/Journal of Linguistics 70(2). 456–466. → Link zum Volltext

Schinko, Maria. 2019a. Sprachliche Zugehörigkeit und Sprachkompetenz an den Brünner Gymnasien 1867–1918. Masterarbeit. Universität Wien. → Link zum Volltext

Schinko. Maria. 2019b. Deutsch als Fremd- und Zweitsprache im Gymnasialwesen Böhmens, Mährens und Galiziens 1867–1918. Masterarbeit. Universität Wien. → Link zum Volltext

Schinko, Maria. 2020. Jazykové otázky v gymnaziálním školství v Brně mezi léty 1867 a 1918. Usta ad Albim BOHEMICA XIX(1–2), 8–24. → Link zum Volltext

Schinko, Maria, Agnes Kim & David Engleder. 2019. Von ‚rein deutschen‘ Orten und ‚tschechischen Minderheiten‘ II. Einflussfaktoren auf das Antwortverhalten deutscher Schullehrer und Schullehrerinnen auf demographische Fragen in den Wenkerbögen. In Hannes Philipp, Bernadette Weber & Johann Wellner (eds.). Deutsch in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. DiMOS Füllhorn Nr. 4. Tagungsband Kronstadt 2017 (Forschungen zur deutschen Sprache in Mittel-, Ost- und Südosteuropa FzDiMOS 9). Regensburg: Universität Regensburg. 74–112. → Link zum Volltext



Zitation
Creative Commons Lizenzvertrag
Kim, Agnes; Newerkla, Stefan Michael; Prochazka, Katharina; Schinko, Maria (2020): Vier Jahre PP05 – Ein Projekt(abschluss)bericht. In: DiÖ-Online.
URL: https://dioe.at/details/artikel/2568/
[Zugriff: 30.11.2020]
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