Zurück
17. Juni 2017
Cluster E – Workshop

Workshop Linguistische Daten und Datenbanken (LDDB)

Was?

Der Workshop „Linguistische Daten und Datenbanken“ (LDDB) dient in erster Linie zum Erfahrungsaustausch bezüglich digitaler Aufgaben innerhalb (variations )linguistischer Forschungsprojekte. Verschiedene Projekte stellen ihre technischen Aspekte, Erfahrungen, Tools und auch Probleme vor, um diese mit den Teilnehmer/innen zu diskutieren. (Details im Anhang) Die Vorträge (ja ca. 20–30 Minuten) dienen als Anreiz für die Diskussion (je ca. 30–40 Minuten). 

Wann und wo?

Der Workshop findet am Freitag, den 07.07.2017, im Seminarraum 9 des Zentrums für Translationswissenschaft der Universität Wien statt: Gymnasiumstraße 50, 1190 Wien.

 

Details

Der Workshop „Linguistische Daten und Datenbanken“ (LDDB) greift aktuelle Fragestellungen vieler derzeit laufender (variations)linguistischer Projekte im deutschsprachigen Raum auf. Am Anfang eines empirischen linguistischen Projekts stehen Linguisten/innen nicht nur vor der Frage, welche Daten sie wie erheben wollen, sondern auch wie sie diese sinnvoll digital verarbeiten und nachhaltig aufbereiten können. Die zu erhebenden Daten zeichnen sich dabei durch eine hohe Komplexität aus, die natürliche Sprache mit sich bringt. Heutzutage stehen zur Bewältigung dieser komplexen Daten in großen Datenmengen (SQL- und Graphdatenbanken, DBMS, Online-Tools), aber auch ganz prinzipiell zur Durchführung der Erhebung (Projektmanagementtools, Experimentsoftware) viele technische Hilfsmittel zur Verfügung, die häufig durch fehlende Information nicht exhaustiv genutzt werden. Überdies zielen immer mehr Projekte darauf ab, ihre Daten (Open Data, Open Science) sowohl für (interdisziplinäre) Forschungszwecke als auch für die interessierte Öffentlichkeit digital zu publizieren. Im Workshop werden dementsprechend direkt aus der Praxis, d. h. anhand der Erfahrung aus internationalen (variations-)linguistischen Forschungsprojekten, verschiedene technische Mittel zur Umsetzung solcher Vorhaben vorgestellt und diskutiert. Die Themen sind nicht nur entsprechende Software, notwendige technische Infrastrukturen sowie (semantisch-logische) Datenbankstrukturen, sondern auch die leichte Zugänglichkeit der Daten (Usability, Design) bzw. interaktive Zusammenarbeit (kollaboratives Arbeiten, Citizen Science) – die Themen bewegen sich also mit linguistischem Fokus im Bereich der Digital Humanities, Computer- und Korpuslinguistik. Der Workshop versteht sich als Fortsetzung und Erweiterung des sehr erfolgreichen Workshops „Austausch: Datenaufbereitung und -management des DMW-Projekts in Siegen“ (Universität Siegen, 30.08.2016).

Dabei werden internationale Experten/innen (s. Teilnehmer/innen) aus verschiedenen laufenden Projekten ihre verwendeten Tools vorstellen und mit den weiteren Teilnehmern/innen diskutieren. Eingeladen werden dafür internationale Gäste, die sich mit diesen Themen beschäftigen. Insbesondere werden Beiträge aus folgenden Einrichtungen und Projekten vorgestellt: SFB Deutsch in Österreich: Variation – Kontakt – Perzeption (DiÖ), Dialektatlas Mittleres Westdeutschland (DMW) der Universität Siegen, Regional-sprache.de (REDE) des Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas, Institut für Phonetik und Sprachverarbeitung (IPS) der Universität München, Langzeitvorhaben der Akademie der Wissenschaften in Hamburg/INEL (Universität Hamburg) sowie Lingscape der Universität Luxemburg.

Die geladenen Gäste sowie Mitarbeiter/innen des SFB werden aus ihren verschiedenen Projekten berichten, dabei die verwendeten Tools vorstellen und Fragen, die sich zum momentanen Projektstand ergeben, zur Diskussion stellen, d. h., dass nach den Impulsvorträgen längere Diskussionen vorgesehen sind, was im Zuge eines kleineren Workshops besonders fruchtbar erscheint – dies hilft nicht nur den laufenden Forschungsprojekten, die beim Workshop vertreten sind, sondern auch künftigen Projekten. Die Ergebnisse des Workshops werden protokolliert und nach dem Workshop online zur Verfügung stehen. Außerdem wird auf die Gründung eines Netzwerks und einer damit verbunden Online-Präsentation abgezielt. Der Workshop ist somit nicht nur als einmalige Verbindung verschiedener Experten/innen im Zuge eines hochrelevanten Themas gedacht.

Programm

ZeitEinheitVortragende
09:0009:10BegrüßungGerhard Budin / Ludwig M. Breuer (Wien)
09:10–09:50Kurzvorstellung
Teilnehmer/innen-Projekte
09:50–10:10Kaffeepause
10:10–11:10SFB Deutsch in Österreich – 
PP 11 Kollaborative Forschungsplattform
Ludwig M. Breuer (Wien)
11:10–12:10Dialektatlas Mittleres Westdeutschland

Kai-Uwe Carstensen /
Aynalem Misganaw (Siegen)

12:10–13:30Mittagspause
13:30–14:30Regionalsprache.deRobert Engsterhold (Marburg)
14:30–15:30LingscapeChristoph Purschke (Luxemburg)
15:30–16:00Kaffeepause
16:00–17:00Erstellung von Sprachdatenbanken –
Automatisierung des Workflows
Christoph Draxler (München)
17:00–18:00Graphbasierte Modellierung und Repräsentation eines ForschungsdateninventarsDaniel Jettka (Hamburg)
18:00–18:30Abschlussdiskussion / Aussichten
ab 19:00Workshop-Dinner (Fischerbräu)


Zitation
Creative Commons Lizenzvertrag
Ludwig Maximilian Breuer (2017): Workshop Linguistische Daten und Datenbanken (LDDB). In: DiÖ-Online.
URL: https://dioe.at/details/artikel/694/
[Zugriff: 21.03.2019]
Zurück