PP10: Wahrnehmungen von und Einstellungen zu Varietäten und Sprachen an österreichischen Schulen

Thema dieses Projekt sind Wahrnehmungen von Schülerinnen und Schülern und Lehrpersonen sowie deren Einstellungen zu Sprachen und sprachlichen Varietäten. Es geht dabei nicht nur um Auffassungen und Vorstellungen von nicht-deutschen Sprachen und regionalen Varietäten des Deutschen, die zum Schulalltag in Österreich gehören, sondern zentral auch um den Begriff von geschriebenem und gesprochenem „Standarddeutsch“ an österreichischen Schulen. Untersucht werden die Sprachwahrnehmung und Spracheinstellung von Kindern und Jugendlichen wie von Lehrpersonen im schulischen Kontext. Dazu sollen Daten an verschiedenen Neuen Mittelschulen und an Berufsbildenden mittleren/höheren Schulen erhoben werden. Es kommen dabei verschiedene Testverfahren zum Einsatz, die zum einen die Wahrnehmung von sprachlichen Äußerungen messen, zum anderen generelle Einstellungen gegenüber verschiedenen Akzenten und Varietäten des Deutschen sowie nicht-deutschen Sprachen.

Zentrale Annahmen des Teilprojekts sind, dass Sprachwahrnehmungen und Spracheinstellungen in einem wechselseitigen Verhältnis stehen und dass sie im schulischen Bereich in ihrem Zusammenwirken auf die Bewertung sprachlicher und darüber hinaus weiterer kognitiver Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen an österreichischen Schulen Einfluss haben können.

Angesichts des Ausmaßes der transnationalen Migration wie auch der Binnenmigration, die die Bildungslandschaft Österreichs gegenwärtig beide stark verändern, ist zu erwarten, dass die Ergebnisse des Projekts Hinweise auf zukünftige Anforderungen an den Unterricht wie auch an die Sprachpolitik an österreichischen Schulen geben können.

Zitation
Creative Commons Lizenzvertrag
DiÖ (2017): PP10: Wahrnehmungen von und Einstellungen zu Varietäten und Sprachen an östererichischen Schulen. In: DiÖ-Online.
URL: https://dioe.at/details/
[Zugriff: 19.12.2018]